Der Kronkorken-König hat wieder gesammelt

Der Kronkorken-König von Schmißberg, Adolf Schuch, hat die Säcke voll – Kronkorken!

Adolf Schuch kann und macht vieles. Er ist ehemaliger Ortsbürgermeister, versorgt seine Schafe, trägt die Zeitung aus, ist ständig mit dem Traktor unterwegs und ist aktiv in der Rentnergruppe. Seit 2019 hat er eine weitere Aufgabe: Kronkorken-Sammeln.

In seiner Werkstatt, im Hof, überall stehen derzeit bei ihm zu Hause Eimer, Säcke und Kartons voll mit Korken. Die bekommt Adolf Schuch von überall her, aus dem Schmißberger Gemeinschafts- und Schlachthaus, aus dem ganzen Kreis Birkenfeld, aus Sportheimen und Wirtschaften. Vor Nachbarkreisen macht der Sammler ebenfalls nicht halt: „Wir sind sogar mal bis nach Quirnbach (Landkreis Kusel) gefahren“, sagt Adolf Schuch.

Die Säcke sind voll Kronkorken: In Adolf Schuchs Werkstatt stehen sie bereit zum Abtransport.

Diese „Kronkorken“ werden gesammelt

Gesucht sind Kronkorken und metallene Schraubverschlussdeckel. Nicht gesucht sind Sektkorkenummantelungen und Teelichter. Diese sind aus Aluminium und nicht aus Blech. Die gesammelten Kronkorken können bei Adolf Schuch, Hauptstraße 7, 55765 Schmißberg abgegeben werden.


„Manche Leute werfen aber auch Teelichter zu den Korken. Das ist Aluminium, das sammele ich nicht.“ Deswegen füllt Schuch die Korken zunächst in Körbe um, sortiert sie und kippt sie dann erst in Kartoffelsäcke, „genauso wie Kartoffeln“, erklärt der Kronkorken-König. „Ich habe da mein System.“

Diese Teelichter und Weinkorken hat Adolf Schuch aussortiert, sie werden nicht gesammelt.

In den drei Jahren, in denen Adolf Schuch die Korken sammelt, konnte er schon mehr als zwei Tonnen zum Eisenwarenhändler bringen. Zuletzt hatte Schuch dort 22 Säcke mit jeweils 40 Kilogramm Kronkorken abgeliefert. „Die Mitarbeiter trauten ihren Augen nicht“, berichtet Bernhard Helmich, der mit dabei war und zusammen mit seiner Schwester Adolf Schuch überhaupt zum Sammeln brachte.

So sah es aus, als im März 2022 Säcke voll mir Korken aus Schmißberg abtransportiert wurden: Adolf Schuch und Margot Groghan-Helmich, Schwester von Bernhard Helmich, stehen vor dem Anhänger.

Kronkorken-König im Auftrag eines guten Zweckes

Adolf Schuch sammelt für einen guten Zweck. Das Geld, das er für die Kronkorken beim Eisenwarenhändler bekommt, spendet er. Der Erlös geht dann an das Julius-Reuß-Zentrum in Kastellaun (Rhein-Hunsrück-Kreis). Die Betreiber wollen mit dem Geld einen Rollstuhl kaufen. Das Julius-Reuß-Zentrum ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe. Hier wird erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Mehrfachbeeinträchtigungen bei der Eingliederung in ein eigenes Leben geholfen.

In den kommenden Tagen will Schuch die aktuelle Sammlung nach Kastellaun fahren. „Ich hoffe, dass der Eiswarenhändler die Korken dann auch annimmt, nicht, dass ich darauf sitzen bleibe,“, scherzt der Kronkorken-König von Schmißberg Adolf Schuch, der auch weiterhin sammeln will.

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